<

Der Snaefellsjokull...
....................................................................................................................................................

...erstreckt sich bis auf eine Höhe von 1446 Metern über dem Meeresspiegel und ist einer der bekanntesten Gletscher der Welt. Er war ein beliebtes Thema für Autoren und inspirierte sie zu eindrucksvollen literarischen Werken. Erwähnenswert ist der Roman "Christentum unter dem Gletscher" des Nobelpreisträgers Halldór Laxness. Ein Pfarrhaus in nordischer Gletschereinsamkeit ist der Schauplatz dieses ironisch-weisen Romans. Ein junger Theologe, vom Bischof zur Aufklärung mysteriöser Vorfälle dorthin entsandt, sieht sich mit Reden und Taten konfrontiert, die er nicht versteht. Die bodenständige Esoterik der Einheimischen läßt sich mit seinem Tonbandgerät nicht einfangen, und die frappierende, humane Logik des Lebens am Gletscher ist so offenbar, daß sie leicht übersehen werden kann. Es ist dieselbe Logik, die auch die Sagas und die Poesie regieren. Laxness setzt ihr mit diesem Roman aufs neue ein Denkmal: Das abgeschiedene Haus am Firn, er zeigt es uns als unbemerkten Nabel der Welt.
Außerdem beschreibt der französische Autor Jules Verne in seinem berühmten Roman "Reise zum Mittelpunkt der Erde" den Gletscher als Einstiegspunkt der Protagonisten auf dem Weg zum Erdmittelpunkt.